Es
sind die schwerwiegenden unerwarteten
Ereignisse, welche jeden treffen können –
Situationen, in welchen selbst unser
hochentwickelter Rettungsdienst machtlos ist.
Der Todesfall im häuslichen Bereich, durch einen Unfall oder durch Erfahrungen von massiver Gewalt – der Tod eines Kindes – all das sind Situationen, denen die Angehörigen oft hilflos gegenüber stehen.
Und genau dort setzt der Aufgabenbereich unseres Teams für psychosoziale Notfallbegleitung (oder auch Kriseninterventionsteam, kurz KIT) an. Es geht um die Erstbegleitung von Menschen der Bevölkerung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, welche solche gravierenden Ereignisse in ihrem Leben erfahren haben.
Zudem begleiten die Mitarbeiter des Teams auch die Polizei beim Überbringen der Todesnachricht an die Angehörigen, sofern es gewünscht und erforderlich ist und stehen zur Betreuung bei Großschadensereignissen wie Bus- oder Zugunfällen, Massenkarambolagen oder schweren Unfällen bei Großveranstaltungen oder in Betrieben zur Verfügung und stellen damit eine notwendige Ergänzung zu den Einsatzgebieten von Feuerwehr, Rettungsdienst und SEG dar.
In diesem Falle existiert ein spezieller Alarmplan, welcher der Leitstelle Anhalt-Bitterfeld, ebenso wie der monatliche Bereitschaftsdienstplan bekannt ist. Der Alarmplan ist derart gestaltet, daß es jedem Mitarbeiter ermöglicht wird, möglichst effektiv zum Einsatzort zu gelangen. Als Dienstwagen steht ein PKW Typ Fiat Panda zur Verfügung.
Angefordert werden die Mitarbeiter des KIT durch die Leitstelle, welche aufgrund der Bedarfslage vor Ort (Anforderung / Rückmeldung der Einsatzkräfte) die Mitarbeiter telefonisch alarmiert. Grundsätzlich können Ärzte, das Rettungsdienstpersonal und die Polizei über die Leitstelle das Team für psychosoziale Notfallbegleitung anfordern.
Weitere Aufgaben:
· enge Zusammenarbeit mit der Betreuungsgruppe
· psychische Erstversorgung, Beistand und Hilfe Betroffener
· deeskalierend wirken
· Möglichkeiten, Wege, Perspektiven aufzeigen
· ggf. Vermittlung an weiterversorgende Stellen
Dem KIT stehen leitend die Fachberater für Psychosoziale Unterstützung (FB-PSU) vor, deren Aufgaben u.a. folgende sind:
Einbindung des Fachberaters PSU in Führungsgremien
Erkennen des Entstehens von psychosozialen Extremsituationen im Einsatz und zur Vermeidung dieser aufzeigen präventiver Maßnahmen
Ergreifen von Maßnahmen zum Aufbau einer schnellen psychosozialen Notfallversorgung im Einsatz
Möglichkeiten der einsatzvorbereitenden, -begleitenden und einsatznachbereitenden Maßnahmen kennen und anwenden können
Umgang mit Sterben, Tod, Trauer, Suizid
Anleitung der Mitarbeiter PSU
Die 20 Mitarbeitenden sind haupt- und ehrenamtlich Tätige des DRK Kreisverbandes Bitterfeld und des Evangelischen Kirchenkreises Wittenberg.
Teamleiter

Norman Witte
Wiesengrund 24
OT Reuden
06766
Bitterfeld-Wolfen
Tel.:
03494 / 508337
Mobil: 0152
/ 21928998
Fax.:
03494 / 372686
Mail: Herr Witte
